Nikon School Portrait Workshop am 05.02.2010 in Hamburg
Gestern habe ich mir ein Portrait-Seminar der Nikon School hier in Hamburg gegönnt. Ich erhoffte mir ein paar Tipps und Tricks, um die Kenntnisse meines Lieblingsthemas zu optimieren. Und ich wurde nicht enttäuscht! In lockerer Runde mit insgesamt sieben Teilnehmern wurden wir vom Fotografen Jürgen Müller aus erfahrenen Munde in die Geheimnisse der Portrait-Fotografie eingewiesen. Für die passende Themenvielfalt sorgten nicht nur ein weibliches und ein männliches Modell, sondern auch eine gute Mischung von Methoden und Motiven.
Tageslicht und Systemblitz
Nach einer kurzen Einführung in die Theorie, machten wir zunächst Fotos bei Tageslicht im Freien. Das kam mir sehr gelegen, weil mir die Life-Fotografie sehr liegt. Anschließend im Studio, ergänzten wir das Umgebungslicht mit einem einzigen entfesselten Nikon SB-900 Blitzgerät. Dabei nutzten wir Füllstoff und eine Streuscheibe aus weißem Acrylglas als kostengünstige Diffusoren. Auf diesem Wege zeigte uns Herr Müller, dass man mit etwas Kreativität auch mit geringem Budget tolle Effekte erzielen kann.
Am Nachmittag setzten wir dann eine komplette Studio-Lichttechnik ein. Auch hier war sich Herr Müller seiner Zielgruppe bewusst. Er wählte entsprechend Equipment mit überschaubaren Kostenrahmen aus, das auch für den ambitionierten Hobbyfotograf interessant sein könnte.
Für mich persönlich lief der Vormittag zunächst nicht so rund. Jedenfalls nicht was meine Fotos anging. Ich hatte noch zu sehr mit der manuellen Einstellung meiner Nikon D90 zu kämpfen. Denn die Automatik war ausdrücklich tabu! Das machte leider viele meiner Fotos des sympathischen Models zunichte. Aber auch aus Fehlern kann man bekanntlich lernen.
Kleine Veränderungen mit großer Wirkung
Dafür lief es für mich am Nachmittag umso besser. Meine Fotos von Asil Housseini, ein Schauspielschüler aus Hamburg, gefallen mir sehr gut. Ich war erstaunt, wie unterschiedlich die Ergebnisse dank teilweise nur gradueller Veränderung der Beleuchtung und ein paar Accessoires wurden. Riesen Kompliment auch an das Modell. Ich glaube man bezeichnet solche Typen als wandlungsfähig. Das sollte doch eine sehr gute Vorraussetzung für eine erfolgreiche Karriere sein!
Postproduktion
Was mir an Herrn Müller – neben seiner zweifelsfreien Fachkompetenz – besonders gut gefallen hat, ist seine Offenheit neuen Technologien in der digitalen Dunkelkammer gegenüber. Da habe ich schon weitaus traditionellere Kollegen kennengelernt, die dem herkömmlichen Handwerk fröhnten und für die die technologischen Errungenschaften einen tendenziell diabolischen Hintergrund hatten. Nicht so Herr Jürgen Müller.
Mit offensichtlich großer experimenteller Freude wurden die von den Teilnehmern geschossenen Fotos der beiden Modelle nicht nur besprochen, sondern jeweils zwei von ihnen mit Hilfe der Nik Software Complete Collection kurzerhand feingeschliffen und zum Mittnehmen ausgedruckt. Das passte. Wir funken auf der gleichen Welle. Die NIK-Tools gehören auch zu meinen Favoriten. Es macht ein riesigen Spaß mit ihnen zu experimentieren und sie sind äußerst arbeitseffizient.
Mit den an diesem Tag gewonnen Erkenntnissen und den Fotografien bin ich sehr zufrieden. Es war ein gelungener Tag! Jürgen Müller ist nicht nur ein umgänglicher Fotograf mit einem großen Reservoir an Erfahrungen, er war uns auch ein sehr guter Gastgeber bei Snacks und lokalen Köstlichkeiten. Selbst das Glas Wein bei der Besprechung der Fotos sollte nicht fehlen. Einen großen Dank auch an seine beiden Assistenten.
Update: Seit neustem bietet auch Patrick Ludolph Fotokurse in Hamburg an. Einfach mal vorbeischauen.






















Klasse Bericht, vor allem sehr schön den Vergleich zu sehen zu meinem vergangenem Portraitkurs an der VHS Dortmund ;
Gruß
Alex
Gutes Review. Die Investition scheint sich ja gelohnt zu haben. Ich bin schon auf unseren Studio-Workshop im April gespannt. Mal sehen ob der ähnlich erfolgreich wird.
Ich würde ja gern im April in Köln dabei sein. Leider bin ich an dem Wochenende verhindert.