Bildbearbeitungssoftware und das RAW-Format

Nicht unterstütztes Bildformat

Nicht unterstützte Raw-Formate

Bei den digitalen Spiegelreflexkameras hat man zur Speicherung der Aufnahmen die Wahl zwischen mehreren Dateiformaten. Neben dem häufig verwendeten JPEG-Format ist auch das Rohformat (Raw) der DSLRs mittlerweile sehr beliebt. Diese RAW-Formate zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht komprimiert und auch nicht durch die Kamera in irgendeiner Form be- oder verarbeitet werden. Das hat den Vorteil, dass man in der Nachbearbeitungen mehr kreativen Spielraum zum Beispiel in der Anpassung der Farben, des Weißabgleichs und der Kontraste hat.

Das ist toll. Nicht so toll ist, dass es kein einheitliches Format gibt. Jedes Raw-Format von jedem Kameramodell ist anders. Und ich meine Modell nicht Hersteller. So unterscheidet sich das Raw-Format der Nikon D90 von der Nikon D5000 von der Nikon D700 usw. Den Kollegen von der Canon-Fraktion oder anderer Herstellern geht es nicht besser!

Bei Nikon firmieren die Formate zwar alle unter NEF, aber unterscheiden sich trotzdem unter der Haube deutlich. So deutlich, dass die Anbieter von Bildbearbeitungssoftware jedes neue Kameramodell individuell hinzufügen müssen. Zwar sind die Softwareschmieden stets bemüht, diese Lücken durch Updates schnell zu schliessen, aber es dauert immer ein wenig, da sie sich durch „reenginieering“ erst hinter die Details des jeweiligen neuen Formats heranarbeiten müssen. Die Kamerahersteller rücken mit den Formaten nämlich nicht einfach so raus, sondern hüten sie wie ein strenges Geheimnis.

Der Preis als Early-Adopter

Nun bin ich seit heute stolzer Besitzer einer Nikon D7000 und wurde wieder schmerzlich an dieses Problem der unterschiedlichen Raw-Formate erinnert, als ich versuchte meine ersten Aufnahmen in Apples Aperture zu laden. Das geht nicht. Noch nicht. Wie lange Apple nun für ein Update benötigt, weiß ich nicht. Adobe war schneller, jedenfalls berichten das die Lightroom-User.

In einer ersten Verzweiflung habe ich notgedrungen Nikons ViewNX auf meinem Rechner installieren. Sorry Nikon, aber das Programm ist nun wirklich nicht mehr zu ertragen.

Dann hat mir ein freundlicher Kollege den Tipp gezwitschert, zwischenzeitlich die NEF-Dateien in Adobes OpenRaw-Format zu konvertieren. Dieses als „Digitales Negativ“ (Digital Negative, DNG) bekannte Format ist ein offenes Raw-Derivat. Die Idee ist, die Vorteile der Raw-Formate in einen offenen Standard zu bringen. Zwar setzt sich dieses Format aus unterschiedlichen Gründen nicht wirklich durch, aber das ist ein anderes Thema.

Leider spricht auch hier die aktuelle Version 6.2 von Adobe DNG Converter noch kein Nikon D7000. Bei Adobe Labs gibt es aber die Beta-Version Adobe Converter 6.3RC (läuft am 31.12. aus). Die mit dieser Version konvertierten DNG-Files hat Aperture schließlich akzeptiert.

Über Thorsten
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Kommentare

3 Rückmeldungen zu “Bildbearbeitungssoftware und das RAW-Format”
  1. Gunther sagt:

    Nur mal als Gedanke… Vielleicht ist es Adobe und Konsorten ja ganz recht, dass jede neue Kamera ihre eigenes Format mitbringt – immerhin ist der Anwender so gezwungen, auch immer auf die neuste Version ihrer Software upzugraden…

  2. TF28 sagt:

    Da kannst Du Recht haben. Die Updates sind zwar regelmäßig umsonst, aber alte Versionen werden irgendwann nicht mehr aktualisiert.

    Nur Adobes DNG-Initiative spricht so ein wenig dagegen.

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  1. [...] Auf ein Update, das die Kompatibilität zur Nikon D7000 herstellt, warte ich weiter ganz tapfer und verwende solange ein Workaround über Adobes DNG. [...]



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